Presseveröffentlichungen

Artikel "Zehn Jahre blaues Wunder" von Walter Wille, aus: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8. August 2010, © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv

"Beim Anblick von "Mimi" setzt schlagartig Entspannung ein. Das beigeblaue Stahlross mit dem hölzernen Aufbau, unser schwimmendes Zuhause für die kommende Woche, macht den Eindruck unzerstörbarer Gemütlichkeit. Eine Mischung aus Mississippi-Dampfer und Panzerkreuzer "Graf Spee" mit der liebenswerten Ausstrahlung von Emma, der Lokomotive aus Lummerland." (...) - den gesamten Artikel können Sie sich als pdf herunterlagen:

Zehn Jahre blaues Wunder

August 2010 / format: PDF / size: 2,8 MB

Urlaub auf dem Hausboot: Welches Schiff für wen?

von Bernd-Wilfried Kießler, aus: Auto & Reise, 4/08
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Mit Metallrumpf und Warmwasserheizung

Die derzeit hochwertigsten Charterboote auf europäischen Binnengewässern entstammen zweifellos der Mecklenburger Werft des Stuttgarter Unternehmens Kuhnle-Tours. Diese Schiffe vom Typ Kormoran haben im Gegensatz zu den meisten anderen Hausbooten einen Rumpf aus Stahl, wie er sonst nur in den Niederlanden gebräuchlich ist. Sie halten bei unfreiwilligen Berührungen von Grund und Ufer deutlich mehr aus als die üblichen Kunststoffkonstruktionen und sind aufgrund des höheren Gewichts so gut wie gar nicht windempfindlich - man fühlt sich zu Recht sicherer. Ein Bugstrahlruder macht die Schiffe wendig, eine Warmwasserheizung regelrecht wintertauglich. 

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Die Warmwasser-Zentralheizug auf den neueren Kormoran-Booten aber ist ein echter Fortschritt und den oft zu schwach ausgelegten Luftheizungen auf anderen Booten meilenweit überlegen. Weil sie ihre Energie statt aus der Gasflasche aus dem Dieseltank beziehen, gibt es selbst auf zweiwöchigen Reisen in der kühleren Jahreszeit keinerlei Treibstoffknappheit. Die abgehärteten Briten kennen die Urlaubsform des Christmas Cruising auf dem Hausboot. MIt der Kormoran-Heizung ließe sich dergleichen auch auf dem Kontinent wagen.


Boote 10/05
Bootsleute

Patrick Join-Lambert geht „fremd“. Der Verleger der französischen Wassersport-Zeitschrift „Fluvial“ ist nun auf einem deutschen Boot zu Hause, und zwar auf einer Kormoran 1140 aus der Kuhnle-Werft. „Wenn ein derart kompetenter Skipper ein Boot bei uns bestellt, kann man schon ein bisschen stolz sein“, freute sich Werftchef Harald Kuhnle. Der erste Törn der „Ninja“ hatte es indes gleich in sich: Er führte von der Müritz in den Heimathafen Paris.


Wasserwege 3/05
Kuhnle liefert das erste Eigner-Schiff

Kormoran-Yachten aus dem Hause des Hausbootvermieters Kuhnle-Tours an der Müritz waren bislang zumindest zeitweise im Chartereinsatz, bevor sie in private Hände wechselten. Seit Anfang September gilt das nicht mehr: Da übernahm der erste Eigner eine eigens für ihn gefertigte Yacht aus der Werft in Rechlin, eine Kormoran 1140, das 46. dort gebaute Schiff. Und der Besitzer ist kein geringerer als der Verleger der französischen Wassersportzeitschrift „Fluvial“. Künftiger Heimathafen des 11,40 Meter langen Schiffs wird die französische Hauptstadt Paris sein. Der Stahlverdränger erhielt ein kleines Büro in der Achterkammer, eine modifizierte Bugkabine und Anschlüsse für eine Waschmaschine. Im Hinblick auf viele Binnentörns durch Frankreich wurde das Schiff zusätzlich zur Fußbodenheizung mit einer Klimaanlage ausgerüstet.


Wasserspiegel, September/Okotber 2005
Die Wiege des Kormorans
Die Kuhnle Werft in Rechlin

Im Gegensatz zu den gleichnamigen Fischräubern sind diese Kormorane inzwischen auf allen Gewässern zwischen Rügen, Usedom, der Seenplatte Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs, ja sogar in Frankreich bei wassersportbegeisterten Touristen sehr beliebt.
Seit nunmehr acht Jahren entstehen auf dem Boden der traditionsreichen Bootswerft Rechlin wieder Schiffe. Nur sind es nicht wie vormals unsinkbare Rettungsboote, Polizeiflitzer oder Schnellboote für die Marine, sondern die allseits auf Wasserstraßen und Seen unserer Heimat wohlbekannten Hausboote. Diplomingenieur Harald Kuhnle entschloss sich, 1997 auf der Suche nach einem geeigneten Hafen für die in Holland gebaute erste Generation seiner Hausboote, eine verwaiste Halle in Konkurs gegangenen Rechliner Werft zu verwenden und fortan den Bootsbau selbst in die Hand zu nehmen. Pfiffige Schiffbauer, Tischler und Gerätebauer ließen sich unter ehemaligen Rechlinern und Mecklenburger Werftlern schnell finden. Eine polnische Schiffswerft war bereit, die stählernen Schiffskörper zu bauen und auf dem Landweg zu liefern. Dann beginnt die Arbeit der Schiffsschlosser, Elektriker, Tischler und Lackierer, die aus einer leeren Hülle in nur rund zwanzig Tagen eines der schönsten und bequemsten Charterboote Europas zaubern.
Seit dem Stapellauf des ersten Rechliner Kormoran sind nun schon 46 Hausboote entstanden. Und ein Ende der Produktion ist nicht in Sicht. Je nach Familiengröße kann der Nutzer sein Hausboot auswählen. Sie stehen in verschiedenen Längen (9,40 Meter, 11,40 Meter, 12,80 Meter oder 15,00 Meter) und damit unterschiedlicher Innenausstattung zur Verfügung. Folglich verfügen sie über ein bis vier Schlafkabinen, zum Teil mit Doppelkojen. Alle Hausboote haben Nasszellen mit Waschbecken, Dusche und WC, warmen oder kaltem Wasser, eine Kombüse mit ein oder auch zwei Kühlschränken, einem vierflammigen Gasherd und eine gemütliche Sitzgruppe im Fahrerhaus. Von einer Plattform am Heck des Bootes können Schwimmer problemlos „zu Wasser gehen“ und wieder einsteigen. Die Außendusche erhöht besonders an heißen Tagen das Wohlbehagen der Wasserwanderer. Gesteuert wird die schwimmende Ferienwohnung wahlweise vom Sonnendeck oder von einem Innenfahrstand. Der pflegeleichte Diesel-Schiffsmotor mit seinen 60 PS ist gedrosselt und ermöglicht allerhöchstens acht bis zehn Kilometer pro Stunde Geschwindigkeit. Das ist völlig genug, um die Sicherheit auf den Wasserwegen und den Genuss der einzigartigen Natur zu gewährleisten. Die Bordspannung beträgt 12 Volt, es ist aber auch eine Steckdose mit 220 V vorhanden, die zwar nicht ein Bügeleisen speisen, jedoch zum Aufladen von Handys oder der digitalen Kamera eingesetzt werden kann. Das Boot verfügt über ein Echolot und ein Bugstrahlruder als willkommene Manövrierhilfe. Auf den größeren Gewässern wird mit einem GPS-Gerät gefahren (global positioning system), mit dem man auch bei Nebel seinen Standort exakt bestimmen kann. Den Anker können die Freizeit-Skipper, wo immer es abseits der Fahrrinne gefällt und tief genug ist, fallen lassen, um zu baden oder zu angeln. Für kalte Tage ist auch eine Heizung eingebaut. Die Hausboote können auf den Binnengewässern auch ohne Sportbootführerschein gefahren werden. Es genügt eine dreistündige Einweisung durch das Kuhnle-Tours-Personal.
Die Nachfrage nach den gemütlichen und robusten Hausbooten ist unverändert hoch. Erst vor wenigen Tagen ging erneut eine Meldung über die Fertigstellung eines Kormorans durch die Presse. Nur flatterte diesmal am achteren Flaggenstock die französische Trikolore. Vielleicht folgt darauf bald ein gutes Exportgeschäft? Den fleißigen und ideenreichen Schiffbauern in Rechlin wäre dies zu wünschen.
Text: Dieter Flohr


Müritz Zeitung, 16.3.2004
Rechliner Bootsbauer verwandeln Stahlkoloss in "Salondampfer"

Kuhnle-Werft fertigt erstemal einen Kormoran mit 15 Metern Länge für zwölf Besatzungsmitglieder
Von unserem Redaktionsmitglied Lea Mock
Rechlin. Tief im Schiffsrumpf geht ein wahres Feuerwehr ab – es zischt und blitzt. Bis zu drei Schweißer "fressen" sich gleichzeitig durch die Stahlstreben. Durch diese Löcher ziehen später die Elektriker die wichtigsten Leitungen für Strom, Hydraulik und Abwässer. Jeder Arbeiter ist Teil eines großen Puzzles, das am Ende einen richtigen "Salondampfer" ergeben soll. Die Rechliner Bootsbauer der Kuhnle-Werft arbeiten derzeit am Prototyp eines neuen Hausbootes für ihre Flotte. Der mit 15 Metern Länge neue Kormoran im "XXL-Format", der noch mit Charterschein gefahren werden kann, soll künftig zehn bis zwölf Personen komfortabel Platz bieten. Schon den stählernen Rumpf von der Stettiner Werft nach Rechlin zu bugsieren, war eine logistische Meisterleistung. "Dieses lange und hohe Schiff, auf einem extra großen Trailer gelagert, erforderte schon manch ein gewagtes Manöver", erzählt Konstrukteur Anto Perisa. Um nicht an einer Brücke hängen zu bleiben, schweißen auch erst die Rechliner die Reling zusammen. Einer der Arbeiter ist auf dem Schiffsdeck damit emsig beschäftigt.
Konstruktionspläne an der Bordwand helfen nicht nur dem Außenstehenden, den Überblick zu wahren, sondern auch Schweißern, Schlossern, Tischlern und Elektrikern geben sie eine Orientierung, an welcher Stelle des Puzzles ihr Einsatz kommt. "In einem Monat muss auf dem neuen Kormoran klar Schiff sein. Das ist nicht viel Zeit", gibt Perisa zu. Nur zwei Monate brauchen die polnischen und deutschen Bootsbauer, um die schwimmenden "Ferienhäuser" fertigzustellen. Davon entstehen pro Saison in der Kuhnle-Werft zehn Stück. 14 Bootsbauer werkeln gleichzeitig an einem Produkt. "Das XXL-Format ist für uns eine neue Herausforderung", meint Perisa. Während in den bisher in drei Varianten hergestellten "Kormoranen" alles am selben Platz war, ist am neuen Boot vieles anders.
Logistische Erfahrungen
Denn auf 15 Metern Länge werden vier Kabinen, vier Waschräume mit Duschen, eine lange Küchenzeile und ein großer, gemütlicher Salon mit klappbaren Tisch untergebracht. "Wir müssen erst noch Erfahrungen sammeln, wann welche Arbeit wo ausgeführt werden muss, ohne dass sich Arbeiter gegenseitig auf den Füßen herumtrampeln."
Bereits vor drei Jahren haben die Rechliner zusammen mit dem Frauenhofer Institut ein optimiertes Lager- und Transportlogistiksystem entwickeln. Herausgekommen ist unter anderem eine große Schub- und Regalwand mit allen benötigten Teilen und Werkzeugen direkt auf der Galerie am Bootskörper. "Das sind Gehwege, die wir sparen", sagt Perisa. Auch Schränke, Betten, Zierleisten fertigen passgenau die Tischler in ihrer Werkstatt nebenan und setzen die Fertigteile dann nur ein. Am Schluss wird das Schiff in den Firmenfarben Elfenbein und Kobaltblau angepinselt. Nach einem Namen sucht die Kuhnle-Werft noch. "Wer einen originellen Einfall hat, kann sich unter 039823 26643 bis zum 25. März melden", versichert Dagmar Kuhnle. "Am Tag der offenen Tür am 18. April kann er das Schiff taufen und darf als Dankeschön einen Tag lang führerscheinfrei mit einem kleinen Sportboot unterwegs sein."


Zweite Hand Bootshandel, Ausgabe 1/2002
Kollege Kran an der Müritz

Rechtzeitig zum Beginn der Winterarbeiten hat das Team der Kuhnle-Werft auf der Marina Claassee Verstärkung bekommen: Bis zu 90 Tonnen schwere Boote, Yachten und Fahrgastschiffe kann der vierrädrige Kran vom Wasser in die Werfthalle transportieren. Hilfe braucht der 35 Tonnen schwere Kollege Kran nur von Travelliftfahrer Peter Siol, der ihm per Fernbedienung sagt, wo es langgeht.
Alles Gute auf seinen Wegen zwischen dem eigens ausgebautem Hafenbecken in der Marina Claassee in Rechlin an der Müritz und der Werfthalle mit dem extra vergrösserten Tor wünschte ihm Jürgen Seidel, Landrat des Landkreises Müritz. Gleichzeitig wurden auch die im Sommer fertiggestellten Strassen des zukünftigen Hafendorfs Claassee offiziell übergeben.